2008     2018

10 Jahre Localize











2015


Erstmals außerhalb der städtischen Komfortzone im Potsdamer Stadtteil Drewitz, öffnet LOCALIZE zwei vor der Sanierung stehende Plattenbau-Aufgänge in der Konrad-Wolf-Allee mit 16 Wohnungen für Künstler*innen, Musiker*innen, Nachbar*innen und Festivalbesucher*innen.

Vor dem Umbau des Stadtteils zur „Gartenstadt“ lenkt LOCALIZE im Sommer 2015 die Aufmerksamkeit auf diesen sich wandelnden Ort. Unter dem Titel „acht und null“ verweist das Festival in seiner achten Auflage nicht nur auf den Stadtteil Drewitz, dessen Postleitzahl auf 80 endet, sondern auch auf die Bedeutung von Anfang, Ende und Unendlichkeit, die sich in der acht und der null verstecken.

LOCALIZE setzt sich mit der Frage auseinander, was passiert, wenn etwas endet – Mietverhältnisse, Beziehungen, Leben oder Systeme. LOCALIZE stellt der im Umbruch und Wandel stehenden Stadt Potsdam die Frage: Welche Chancen stecken im Übergang und welche im Neustart? Der Plattenbau wird mit einem Programm aus Ausstellung, Workshops, Konzerten, Film und Performance zu einem architektonischen Irrgarten, zur Galerie, zum Hostel für Künstler*innen und Gäste, zur Leinwand und zur Bühne eines Balkonballetts.

19 regionale und internationale Künstler*innen ziehen in die leerstehenden Wohnungen ein. In Fotografie, Film, Illustration, musikalischer Performance, Installation und Residenz widmen sie sich den Themen des Neuanfangs, des Dazwischen-Seins, des Aufbruchs und dem Ende.


Thema: acht und null
Zeitraum: 16. – 19. Juli 2015
Ort: Plattenbau im Stadtteil Drewitz


2014


Auf nur 240qm, in einer Baulücke in der Innenstadt, thematisiert LOCALIZE, unter dem Titel „Hier entsteht“, den Mangel an leerstehenden Gebäuden und nutzbaren Flächen für kreative Entfaltung in Potsdam.

Zwischen Typenbauten, die sich seit der zweiten barocken Stadterweiterung in Potsdams Innenstadt in Reih und Glied anordnen, stößt man plötzlich auf die irritierende Baulücke Gutenbergstraße 24, die Platz macht für Fragen. Was könnte hier entstehen? Seit Jahrzehnten anscheinend vergessen und noch nicht wertvoll bebaut – macht die Brache, eine Leerstelle, in Nutzungsweise und Funktion noch unbesetzt, den Reiz als LOCALIZE Festivalort 2014 aus.

In der Ausstellung wächst die Fläche in vertikalen Galerien über sich hinaus und zeigt somit eine Reaktion auf den Platzmangel und einen spielerischen Ansatz für die Besucher*innen den Ort und seine Möglichkeiten zu entdecken. In den Abendstunden wird es eng in der Lücke zwischen zwei Brandmauern, zwischen Bühne, Bar und Kunst, sodass das Festival auf die Straße hinaus „wuchert“.


Thema: Hier entsteht
Zeitraum: 12. – 14. September 2014
Ort: Baulücke, Gutenbergstraße 24

Wir feiern: 24.11.2018, 16:00,  Neuer Markt

2013


Der Bahnhof Pirschheide, ein Geisterbahnhof: Zugänge und Tunnel sind zugemauert und nur eine Bahnlinie verkehrt noch auf dem einzigen genutzten Gleis. Der Bahnhofsvorplatz beherbergt nach wie vor eine Bowlingbahn und einen Erotikladen. Ansonsten nur Parkplatz, leere Kioske und Blumengeschäfte – Ödnis am einstigen Potsdamer Hauptbahnhof.

2013 erobert LOCALIZE den stillgelegten Bahnhof Pirschheide, macht die ehemalige Schalterhalle zur temporären Kunsthalle und widmet sich den Spielregeln des Miteinanders. Was sind die geschriebenen und ungeschriebenen Codes und welche Normen gelten für wen?

Installationen, Podium, Bar, Performances, Konzert – in Ausstellung und vielfältigem Programm werden „Zug um Zug“ verschiedene Strategien und Möglichkeiten durchgespielt und die Frage gestellt: „Wie wollen wir spielen?“.


Thema: Zug um Zug
Zeitraum: 13. – 16. Juni 2013
Ort: Bahnhof Pirschheide